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lochkamera (pinhole)
fotografieren mit der camera obscura
camera obscura heißt wörtlich „dunkle kammer“, bei der durch ein möglichst kleines rundes loch licht einfällt, um auf der gegenüber liegenden seite eine abbildung der außenwelt zu erzeugen. der griechische philosoph und mathematiker aristoteles (384 – 322 v. chr.) beschrieb als erster die funktion der camera obscura und begründete damit das optische grundprinzip der Fotografie. leonardo da vinci (1452 – 1519) baute die erste lochkamera unter anderem zur verwendung für seine arbeiten. heute gibt es lochkameras als bausätze zu kaufen, man kann sich aber auch selbst mit einfachsten mitteln eine basteln, z.b. aus einer coladose, einer schuhschachtel, einfach aus allem, was sich lichtdicht verschließen und öffnen lässt. eine lochkamera besitzt kein objektiv, die abbildung entsteht allein durch ein sehr kleines loch auf der vorderseite. das bild ist dadurch nicht völlig scharf und etwas kontrastärmer als mit linsen gemachte fotos, aber über alle entfernungen zeigen die aufgenommenen gegenstände die selbe schärfe, was kein objektiv imstande ist zu leisten, ebenso unmöglich ist es die randbereiche eines fotos ohne verzerrungen abzubilden, wie es aber die lochkamera kann. durch die extrem kleine öffnung in der camera obscura sind die belichtungszeiten sehr lange, beginnend bei sekunden bis zu stunden und teilweise im extremfall jahren. das bringt mit sich, dass nichts, was in bewegung ist, auf das bild gelangt: belebte plätze werden menschenleer, fließendes wasser erscheint als spiegelglatte fläche, und sich sehr langsam bewegende objekte hinterlassen wischspuren auf dem foto.
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